Dividenden & Aktien Depotentwicklung 2017/11

201711 Dividenden Aktien Depotentwicklung

Im November 2017 ist die Dividenden & Aktien Depotentwicklung positiv verlaufen. Gerne hätte ich einen Börsenrückgang gesehen. Schließlich gibt es einige fundamentale und technische Anzeichen die zeigen, dass der Börsenzyklus fortgeschritten ist. Umso schwieriger gestaltet es sich (günstige) Dividendentitel zu vernünftigen Preisen zu kaufen. Mittels Stock-Picking habe ich die Weichen für die Zukunft gestellt und einer Reihe von Aktienkäufen getätigt. Neben einer Dividendenaktie sind auch Wachstumsaktien hinzugekommen.

Es ist toll, dass es nun auch für Männer die Möglichkeit gibt vom Arbeitgeber freigestellt zu werden. Wer bereits den Artikel Dividenden & Aktien Dividendeneinkommen 2017/11 gelesen hat, weiß dass aus diesem Grund die Sparquote in die Familie geflossen ist. Außerdem hat sich in diesem Monat nichts am Dividendeneinkommen geändert.

Aktien Käufe und Verkäufe

Das heißt natürlich nicht, dass ich untätig war. Ganz im Gegenteil ich habe den Papamonat genutzt und mich mal wieder nach interessanten Chancen am Aktienmarkt umgesehen. Leider gibt der Dividendenmarkt nicht sehr viel her, da für die meisten guten Dividendentitel inzwischen zu hohe Preise aufgerufen werden. Aus meiner Sicht ist es wichtig dass die Dividendenrendite beim Kauf nicht zu niedrig ist. 3,5 % Dividendenrendite sollten es schon sein.

Natürlich ist dies im Kontext mit einem soliden Dividendenwachstum zu sehen. Eine Aktie die diese und weitere Kriterien erfüllt ist die IBM. Folglich verstärkt dieser Dividendentitel nun mein Depot.

IBM

Für IBM sprechen aus meiner Sicht mehrere Aspekte. Die Dividende wurde auch in den Jahren fallender Umsatzentwicklungen erhöht. Die Ausschüttungsquote beträgt aber trotzdem erst ca. 40 % vom laufenden Gewinn. Also sind weitere Erhöhungen in Zukunft zu erwarten.

Aber Moment! Fallende Umsätze? Ja der IT-Dino bzw. Hardware-Dino ist in einem Wandlungsprozess um sich für die Zukunft neu aufzustellen. Das ist der Grund für den Umsatzrückgang in den letzten Jahren. Aber die jüngsten Quartale zeigen hier bereits eine Trendumkehr. Daher positioniere ich mich aus langfristigen Anlagegründen. Denn die Dividende wird weiter gezahlt und eben auch erhöht werden. Aktuell beträgt sie 4,0 % – für einen Technologiekonzern recht üppig.

Weiteres kann die Dividende aus den laufenden Erträgen bezahlt werden. Ich selber rechne damit, dass ich durch die laufenden Dividendenerhöhungen in 10 Jahren eine Bruttodividende von mindestens 10 %, Basierend auf meinen Kaufkurs erreichen kann. Anleger die schnelle Kurszuwächse erwarten, sollten sich aber an anderer Stelle umsehen. Einkommensorientierte Anleger, die wie ich eine laufende Ausschüttung aus dem Investment generieren wollen sind gut beraten hier genauer hinzusehen.

Untermauert wird meine Ansicht auch durch die moderate Bewertung von IBM. Übrigens positioniert sich IBM auch beim Blogchain-Thema. Cloud-Technologie und Superrechner sind weitere Themen wo IBM seine Zukunft sieht. Es bleibt also spannend.

Solange sich das Dividendendepot im Aufbau befindet werde ich auch immer wieder Wachstumsaktien beimischen. Meine Intention dabei ist, dass ich durch Kursgewinne zusätzliches Kapital für die Sparquote verdiene. Der Anteil am Gesamtdepot soll aber 25 % nicht übersteigen. Folgende drei Aktien sind damit IBM in das Depot gefolgt:

201711 Käufe Depot Divdepot

Porr

Bei Porr handelt es sich um eine österreichische Baugesellschaft. Tätigkeitsschwerpunkte sind (staatliche) Infrastrukturprojekte, Großbaustellen und Hausbau. Regional gesehen vor allem in Polen, Österreich und Deutschland.

Aktuell hat diese mehrere Übernahmen in Deutschland getätigt. Die Folge war ein deutlicher Kursrückgang, weil die Integration der Firmen das Gesamtergebnis kurzfristig belastet. Bereits für nächstes Jahr wird ein Ergebnissprung erwartet. Das dieser auch Eintritt ist sehr wahrscheinlich, weil die Auftragsbücher prall gefüllt sind. Bis der Kursanstieg tatsächlich eintritt erfreut mich der Titel mit einer Dividendenrendite von 4,2 %. Die Bewertungskennzahlen sehen ebenfalls günstig aus.

Nutanix

Ein Technologie-Unternehmen mit Schwerpunkt Cloud Computer Service. Nutanix, Inc. bietet Virtualisierungs- und Speicherlösungen für Unternehmen. Es ist auf ein Cloud-Betriebssystem spezialisiert, das herkömmliche Server-, Virtualisierungs-, Speicher- und Netzwerk-Bausteine zu einer integrierten Softwarelösung zusammenführt.

Wahrscheinlich hast du von dem US-Unternehmen noch nicht viel gehört. Es notiert auch erst seit Oktober 2016 an der Börse und hat eine Marktkapitalisierung von über 3 Mrd. Euro. Fakt ist aber, dass es Cisco-Systems massiv die Großkunden wegschnappt und über unglaubliche Wachstumsraten verfügt. Es ist quasi eine Cisco im Anfangsstadium. Nur eben sind die Softwarelösungen effektiver, schneller, deutlich kostengünstiger. Cisco hatte übrigens versucht mit mehreren Klagen die Firma zu bremsen – was aber nicht gelang.

Die veröffentlichten Ergebnisse sind bisher jedes Quartal über den ambitionierten Planungszielen gelegen, so dass die Gewinnschwelle deutlich früher, nämlich bereits im kommenden Jahr erreicht werden sollte. Ein weiterer Kurstreiber ist, dass Nutanix sich hin zu einem reinen Softwarekonzern entwickelt. D.h. die Hardware nimmt einen zunehmend geringen Stellenwert ein. In der Folge müsste Nutanix wie ähnliche Firmen bewertet werden. Was aber noch nicht der Fall ist. Deshalb habe ich hier eine Position aufgebaut.

SNP

Der letzte Zukauf betrifft die deutsche SNP SE (SNP Schneider-Neureither Partner AG, haben gerade den Namen geändert). Geschäftlich geht es vor allem um Transformationsprozesse der Kunden, wie z.B. den stationären Handel in den Online-Handel zu überführen. Ein Thema das alle Branchen betrifft. SNP ist da in einigen Bereichen Marktführer mit seiner Software.

Auch hier sehe ich durch die fortscheidende Expansion in das Ausland deutliches Kurspotential. Der Grund ist, dass die Auftragsbücher gut gefüllt sind und die expansionsbedingte Ergebnisbelastung ein Einmaleffekt ist. Im Ergebnis wird bereits 2018 ein deutlich höherer Gewinn möglich sein. Dies ist aktuell im Kurs noch nicht enthalten.

Die Dividendenrendite von 1,4 % werde ich mitnehmen, ist aber kein Kaufkriterium gewesen.

Auf der Verkäuferseite bin ich nicht aktiv gewesen. Somit können wir uns nun dem Depot zuwenden:

Depotzusammensetzung und Depotentwicklung

201711 Dividenden Aktien Depot Divdepot

Aus den obigen Gründen ist es diesmal zu einer deutlichen Verschiebung der Depotzusammensetzung gekommen. Die Gesamtrendite aus den Dividendenaktien ist leicht Rückläufig auf Brutto 5,73 % bzw. Netto 4,22 %. Dieses Phänomen ist mit der Aufnahme der IBM verbunden, da dort die Eingangs-Dividendenrendite bei 4,0 % liegt. Was unter meiner Depotrendite liegt.

Darüber hinaus hat sich die Depotzusammensetzung deutlich verschoben. Der Cash-Anteil beträgt nur noch 4 %. Die Wachstumsaktien liegen jetzt bei 15 % und die Dividendenaktien machen 81 % am Depot aus.

Dafür ist der Homebias, also die Übergewichtung des Heimatmarktes weiter gesunken. Deutsche Aktien machen jetzt 54 % am Depot aus. Gefolgt von US-Aktien (21 %), Luxemburg 8,7 und den Niederlanden mit 8,6 %. Der Rest entfällt auf Österreich und die Liquidität.

Die Sparrate im November betrug Null, weil ich meine Familie priorisiert habe. Wie gesagt eine ganz bewusste Entscheidung, die auch nicht weh tut, da ja das Sparziel insgesamt bereits erreicht ist.

Dividendeneinkommen im Jahresverlauf

Wie erwartet gab es im November noch keine Dividende. Das wird sich wahrscheinlich erst 2018 durch weitere Zukäufe ändern. Wobei für mich beim Aktienkauf nicht der Ausschüttungstermin im Fokus steht. Sondern vielmehr die Attraktivität des Unternehmens inkl. der Dividendenaspekte (Zur Erinnerung: Dividendenhöhe, Dividendenkontinuität und laufende Steigerungsraten der Dividende).

Klar wäre eine Gleichverteilung der Dividendenausschüttung über die Monate ideal. Viele Finanzblogger streben das auch an, aber nützt das wirklich etwas? Ich denke, dass man seine Einnahmen-Ausgaben-Disziplin dann selbst durch sein Verhalten steuern kann.

Lass uns somit auch mal einen Blick auf die Ausschüttungsmatrix werfen. Hier siehst du, dass vor allem der April bis Juni die dividendenstarken Monate sind. Das resultiert aus der immer noch hohen Gewichtung deutscher Aktien. IBM sorgt nun dafür, dass die Dividenden in den Monaten Dezember, März, Juni, September höher ausfallen. Übrigens ich rechne die Dividendenzahlungen immer den Monaten zu, wo sie tatsächlich auf meinem Konto eintreffen.

Grafisch sehen die monatlichen Dividendeneinkünfte bei mir so aus:

201711 Dividendeneinnahmen in % pm

Hinweis Kapitalertragssteuer (KESt)

Wie ihr wisst, endet das Jahr nun bald. Damit kommt auch das Steuerthema wieder auf. So können Kursgewinne mit Kursverlusten gegengerechnet werden. Zwei meiner Dividendenaktien notieren unter dem Einstandswert, daher ziehe ich es in Erwägung diese zu verkaufen um Verluste zu realisieren. Etwas später werde ich diese Titel zurück kaufen, da ich grundsätzlich weiter an sie glaube und si im Depot haben will.

Das Ergebnis ist aber, dass insgesamt meine Steuerbelastung aus den Gewinnmitnahmen sinkt. Zugleich ändert sich an der Effektiven Stückzahl meines Aktienbestandes nichts.

Fazit

Auf meinem Depot läuft alles weiterhin nach Plan. Die Sparrate und damit die Sparquote sind allerdings unverändert. Das Dividendeneinkommen konnte ich für die Zukunft stärken. Wie ist bei dir gelaufen? Sind deine monatlichen Dividendeneinnahmen eher gleich verteilt oder auch auf wenige Monate stark konzentriert?

In diesem Sinne bleib fokussiert „Keep it simple – Halte es einfach!“, so bist du erfolgreich.

Unterschrift

Dein Thomas von DIVDepot

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