IBM: Unterbewertete Dividenden Wachstumsaktie

Immer wieder wird IBM als unterbewertete Dividenden Wachstumsaktie in diversen Medien genannt. Daher wollen wir uns ansehen ob dem tatsächlich so ist. In dieser Analyse konzentrieren wir uns vor allem auf den Aspekt der nachhaltigen Dividende, denn unser Ziel ist es ein Unternehmen zu finden, dass uns einen regelmäßigen Cashflow für unser arbeitsunabhängiges Einkommen liefern kann.

IBM: Unterbewertete Dividenden Wachstumsaktie. Dividend Growth Investing bedeutet erfolgreicher Vermögensaufbau bei überschaubaren RisikenAls erstes wollen wir einmal sehen was IBM den so macht und ob es irgendeinen Burggraben gibt der die Einzigartigkeit des Unternehmens unterstreicht. Mit Burggraben ist in der Dividend Investor Szene folgendes gemeint: wir vergleichen ein Unternehmen mit einer Burg. Alle anderen Unternehmen sind immer potentielle Angreifer, die versuchen die Burgmauern einzureißen bzw. den Burggraben zu überwinden. Gelingt das den anderen Unternehmen, dann droht dem unsrigen der Niedergang. Ein laufender Cashflow aus Dividenden wäre dann nicht mehr möglich.

Was macht IBM – Profil?

IBM ist ein sehr altes Unternehmen mit Sitz in den USA. IBM bedeutet „International Business Machines Corporation“. Der Name resultiert aus den Geschäftsanfängen. Denn IBM war eine der ersten Firmen die Rechencomputer hergestellt hat.

Inzwischen sind diese Rechner immer kleiner geworden und nennen sich heute Laptop oder Notebook. IBM gehört aber nicht zu den Notebookherstellern, sondern hat über die Jahre eine andere Entwicklung genommen. Sich also immer wieder neu erfunden. Aktuell liegen die Unternehmensschwerpunkte auf:

  • Informationsdienstleistungen (64%): Beratung (Management der Logistikkette, der Finanzleistung, der Kundenbeziehung, der Personalbeziehungen, usw.), Anwendungsmanagement, Systemintegration, Cloud-Computing, Hosting, technischer Support, usw.;
  • Kognitiven Lösungen und Transaktionsverarbeitungssoftware -Entwicklung (künstliche Intelligenz) (23,3%);
  • Vertrieb von Informatik-Ausstattung und -software (10,4%): Computer, Server, Peripheriegeräte, Netzwerke, Speichermedien, usw.;
  • sowie weitere kleinere Tätigkeiten

Geographisch gesehen verteilt sich der Umsatz auf die USA (37,6%), Japan (10,4%) und sonstige Länder (52%).

Was ist der Burggraben von IBM?

Die Burggräben von IBM sind eigentlich zwei. Erstens verfügt der Konzern über eine Menge an Patenten. Zweitens ist man immer noch Marktführer bei den Informationsdiensten. Aber genau hier gibt es ein großes Problem.

IBM hat es nämlich versäumt neue Trends richtig zu erkennen. Entsprechend weit ist man bei den sogenannten Clouddiensten zurückgefallen bzw. ist an dieser Stelle der Burggraben löchrig wie ein Schweizer Käse. Cloud bedeutet nichts andere als dass Informationen irgendwo gespeichert und auch wieder abgerufen werden können. Das ist in sehr vielen Bereichen, wie Raumfahrt, Medizin, Militär, Satellitendienste ein hochaktueller Wachstumsmarkt.

IBM hat dies gerade noch rechtzeitig erkannt und steuert entsprechend gegen. Unter anderem mit dem Kauf von „Red Hat“. Dieses Cloudunternehmen trägt nun 4 % zum Umsatz bei.

Gut hat man sich hingegen bereits von Anfang an beim Thema „künstliche Intelligenz“ positioniert. Hier ist man der Nachfrage sogar ein Stück weit voraus.

Insgesamt ist also ein Burggrabensystem vorhanden, so dass ich auch für die Zukunft von der Wichtigkeit des Konzerns überzeugt bin.

Entwicklung von Aktienkurs und Dividendenrendite

IBM Dividend Growth Aktie Kursverlauf DIVDepot

Man muss es ganz klar sagen, die Aktienkursentwicklung von IBM lässt doch einiges zu wünschen übrig. Das Hoch von 2013 liegt nach wie vor in weiter Ferne. Zu oft wurden die Ergebnisse und Umsatzziele nach unten revidiert. Das Vertrauen der Anleger regelmäßig strapaziert.

Allerdings muss man diese Kursentwicklung auch im richtigen Kontext zum Unternehmen und der Branche setzen. IBM befindet sich in einem Transformationsprozess. Vereinfacht gilt: Die alten PC´s verschwinden. Künstliche Intelligenz und Cloud-Lösungen (Speicher- und Arbeitsplätze ohne festen Arbeitsort) sind die neuen großen Geschäftsthemen.

Der große Fehler von IBM war, dass man sich zu lange auf den alten Lorbeeren ausgeruht hat. das hat Zeit und technologischen Anschluss gekostet. Inzwischen wird umgeschwenkt. Aber ein altes Schlachtschiff braucht Zeit zum wenden und Fahrt aufnehmen. Wie du gleich noch sehen wirst, wächst der Ertrag je Aktie (EPS) wieder. Die Fahrt wird schneller. Die Richtung stimmt.

IBM Dividendenrendite DIVDepot

Sehr spannend ist der Blick auf die Grafik der Dividendenrendite. Unschwer zu erkennen ist, dass diese seit 2000 kontinuierlich ansteigt. Dies ist, wie gesagt den bereits beschriebenen Umständen geschuldet.

Jedenfalls ist aus Sicht eines Einkommensinvestors eine Dividendenrendite von über 4 % grundsätzlich interessant. Natürlich muss auch die Dividendennachhaltigkeit und das Wachstum gegeben sein. Diese Dinge sehen wir uns nun bei den Kennzahlen an.

Quick-Check IBM Kennzahlen

Im Rahmen der Kennzahlenbetrachtung konzentriere ich mich auf die aus Dividend Investing Sicht relevanten Kennzahlen.

IBM Kennzahlen DIVDepot

Umsatz: Nun das hoch des Umsatzes haben wir bereits im Jahr 2011 gesehen. Da das Altgeschäft zunehmend weniger Nachgefragt wird, verwundert der Rückgang nicht. Langfristig ist diese Situation untragbar, weil weniger Umsatz oft mit weniger Gewinn bzw. Ertrag einhergeht. Aktuell können die neuen Geschäftsfelder also noch nicht die verminderte Nachfrage der alten Geschäftsfelder kompensieren. Jedoch scheinen wir hier das Tief bald erreicht zu haben. Zwischen 2016 und 2018 war bereits eine Phase mit gleicher Umsatzhöhe zu sehen.

KGV: Diese Kennzahl zeigt uns bei etablierten Unternehmen, ob diese aktuell eher teuer oder Preiswert sind. Bei IBM ist es so, dass wir unter dem Mittelwert (13,9) der letzten 5 Jahre liegen. Aktuell ist der Preis von IBM also recht attraktiv.

EPS: Der Ertrag je Aktie zeigt uns ob aus dem Gewinn Investitionen, Schuldenabdeckung und Ausschüttungen bezahlt werden können. Dies ist grundsätzlich der Fall. Bedenklich ist, dass der Gewinn je Aktie bis 2017 deutlich zurückgegangen ist. Inzwischen steigt er aber wieder an.

Dem Frieden treue ich aber noch nicht ganz. Schließlich kann die Kennzahl durch Aktienrückkäufe (auf Schuldenbasis) manipuliert werden. Manager machen das gerne, da ihr Bonus oft vom EPS also dem Gewinn je Aktie abhängt. Die Aktienrückkäufe waren auch bei IBM nicht unerheblich.

DPS: Seit stolzen 20 Jahren schafft es IBM die Dividende wachsen zu lassen. Dies ist sehr gut. Wenn auch die Wachstumsrate zuletzt niedriger war. Im Kontext aller Parameter sehe ich die Dividende weiterhin als sicher an.

Ausschüttungsquote: Vom Ausreißer 2017 einmal abgesehen liegt diese noch immer in einem guten Rahmen. Sie lässt auch genug Spielraum um die Dividende weiter ansteigen zu lassen.

Der Free Cashflow schwingt sich in Wellenform nach oben. Ein gutes Zeichen, dass die Schulden bedient werden können.

Hinsichtlich der Schulden ist anzumerken, dass die Red Hat Akquisition u.a. fremdfinanziert wurde. Damit diese schneller sinken wurde beschlossen auch die Dividenden weniger schnell wachsen zu lassen. Dies dürfte aber nur eine vorübergehende Erscheinung sein.

Insgesamt zeigen die Kennzahlen ein durchwachsenes Bild. Die aktuellen Risiken spiegeln sich wieder (Umsatz, EPS). Gleichwohl sind Besserungen in Sicht.

IBM: Unterbewertete Dividenden Wachstumsaktie kaufen?

Ist die Aktie zum aktuellen Kurs kaufenswert? Hierfür habe ich mir eine kleine Zusammenfassung erstellt. Das Ergebnis kann von 0 bis 24 schwanken. In Summe ergeben sich 14 von Punkte

Angesichts der attraktiven Dividendenrendite und der positiven Gesamtentwicklung kann man durchaus ein Bein in die Tür stellen. Also eine erste Position aufbauen.

IBM Investitionsbedingungen DIVDepot

IBM: Cashflow-Beitrag für dein Depot

Kommen wir jetzt zur entscheidenden Frage: Was bringt dir ein Investment in IBM als unterbewertete Dividenden Wachstumsaktie?

Zuerst einmal ist die Dividendenrendite, wie wir gesehen haben, auf einem wirklich interessanten Niveau. Sie liegt sogar über dem Mittelwert der letzten 5 Jahre. Die Dividende wird bereits seit 20 Jahren kontinuierlich erhöht. Soweit so gut.

Mindestens genauso wichtig ist die Dividendenwachstumsrate. Ich erachte es im Rahmen einer Langfriststrategie für wichtig einen längeren Durchschnittswert heranzuziehen. Wie dir die nachfolgende Tabelle zeigt, beträgt das durchschnittliche Dividendenwachstum der letzten 5 Jahre 10,9 % und der letzten 10 Jahre sogar 12,6%:

IBM Ertrags Dividenden Wachstum DIVDepot

Da die kürzeren Vergleichszeiträume stärker schwanken sind sie für unsere Berechnung nicht so aussagekräftig. Sie können zu völlig falschen Rendite und Ertragserwartungen führen. Allerdings berücksichtige ich das tendenziell niedrigere Wachstum dahingehend, dass ich für die Zukunftsprojektion den niedrigeren Wert aus dem 5 bzw. 10 Jahres-Dividendenwachstum heranziehe.

Ich gehe also nachfolgend von einem Dividendenwachstum von 10,9 % p.a. aus. Mir ist natürlich völlig klar, dass es eine Schätzung ist, aber wenn die Erträge weiter ansteigen sollte perspektivisch auch die Dividende entsprechend wieder mehr wachsen.

Um es einfach zu halten gehe ich von einer Anfangsinvestition von maximal 1.000 Euro aus. So kannst Du dir für dein Investment die Zahlen entsprechend leicht hochrechnen.

Beim aktuellen Aktienkurs können wir in 8 Aktien investieren. Dies bringt uns immerhin im ersten Jahr einen Cashflow nach Steuern von 37,58 Euro aus den Dividendenzahlungen. Das sieht erstmal nach nicht viel aus. Aber schau mal was daraus im Zeitverlauf wird.

Bereits nach 10 Jahren sind wir bei 105,85 Euro netto! Dies entspricht einer stolzen Dividendenrendite vor Steuern von 13,46 % bzw. 9,76 % nach Steuern. Bei welchem Investment bekommst Du so eine Rendite?

Alles was wir machen müssen ist einfach die Aktienanteile zu halten. Egal wohin der Aktienkurs geht. Solange die Dividende steigt und aus den laufenden Gewinnen bezahlt wird, ist alles in Butter.

Die Kursgewinne, welche gerade bei einer langfristigen Haltedauer anfallen werden sehe ich eher als Sicherheitsmarge.

IBM Investitionsbeispiel Cashflow Aktienanlage DIVDepot
IBM Investitionsbeispiel Cashflow Aktienanlage DIVDepot.

Was wir hier noch nicht berücksichtigt haben ist die Möglichkeit die Dividendenzahlungen wieder anzulegen. Machst Du das, dann steigt dein Cashflow noch stärker an. Dabei spielt es keine Rolle ob Du erneut in IBM investierst oder ein anderes Unternehmen auswählst.

Ich selbst halte es so, dass ich mir immer eine unterbewertete Dividenden Wachstumsaktie suche sobald ich 1.000 Euro zum Investieren habe. Dadurch kann ich den Zinseszinseffekt durch die Wiederanlage (i.V.m. mit meiner Sparquote) voll nutzen. Langfristig ergibt das einen richtig hohen Vermögenszuwachs.

IBM Sheet DIVDepot
Download Sheet IBM: Unterbewertete Dividenden Wachstumsaktie

In diesem Sinne: „Keep it simple – Halte es einfach!“, so bist du erfolgreich!

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Dein Thomas von DIVDepot

Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast meinen Artikel „IBM: Unterbewertete Dividenden Wachstumsaktie“ zu lesen!

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