Leben mit wenig Geld – sind 1.000 Euro genug?

Leben mit wenig Geld ist und wird für immer mehr Menschen Realität. Die einen machen es freiwillig, weil sie sparen und Geld anlegen wollen oder sich etwas für das Alter aufbauen. Sei es das langersehnte Eigenheim oder einfach nur die Absicherung gegen Altersarmut. Für viele andere hingegen ist es bereits jetzt die gelebte Realität, weil einfach der Job nicht mehr hergibt. Die Frage aber ist, kann man ein Leben mit wenig Geld führen?

Leben mit wenig Geld ist gar nicht so leicht. Geld sparen mit 1000 Euro im Monat kann dir mit diesen Tipps trotzdem gelingen. Kommst Du mit 1000 € und einem Budgetplan aus? #1000Euro #HaushaltsplanReichen 1.000 Euro, um das übrige Geld zu sparen? Bevor ich diese Frage versuche zu beantworten, möchte ich noch etwas ausholen.

Jeder von uns hat einmal mit seinem ersten Verdienst angefangen. Irgendwann wirst Du durch einen Jobwechsel, Karriereaufstieg oder einer zusätzlichen Ausbildung mehr verdienen. Viele denken dann, dass sie mehr Geld zum Sparen haben. Aber weit gefehlt. Mit jedem Schritt wo sich dein Gehalt erhöht, erhöhen sich nämlich auch deine Ausgaben. Schließlich kannst Du es dir leisten deinen Lebensstandard zu erhöhen. Daher bedeutet ein hohes Gehalt nicht zwangsläufig, dass du oder dein Nachbar mehr spart und investierst.

Wer seine finanzielle Unabhängigkeit oder einfach nur etwas Wohlstand erreichen möchte der muss dafür so früh wie möglich die Basis legen. Zum Beispiel brauchst Du für die Dividendenwachstumsstrategie, mit der Du ein vernünftiges Einkommen erzielen kannst, ca. 15 Jahre. Eine große Zeitspanne die erstmal durchgehalten werden will.

Aber nicht nur Zeit spielt eine Rolle, sondern auch wieviel Geld du sparen kannst. Wer also mit wenig Geld leben kann und etwas Zeit investiert wird finanziell unabhängig werden. Rentenlücke? Kein Thema mehr. Schaffbar für jeden? Ja. Denn die Frage wieviel Geld du für deinen persönlichen Wohlstand brauchst, kannst nur du selbst dir beantworten. Ein Beispiel für Menschen mit weniger Geld zeige ich jetzt.

Leben mit wenig Geld – Basisannahmen

Lass uns mit realistischen Annahmen überlegen. Stell dir vor, Du hast einen 40 Stunden Job. Eine typische 40 Stunde-Wochen. Hierfür bekommst Du den Mindestlohn von 1.100 Euro im Monat. Je nach Bundesland, Steuerklasse und Krankenkasse kann der Mindestlohn etwas abweichen, daher lege ich 1.000 Euro als Basisannahme fest.

Ich zeige dir nun, wie Du damit bereits monatlich zurechtkommen kannst. Wenn Du mehr Geld verdienst, dann achte darauf, dass sich deine Ausgaben nicht gleich mit erhöhen. Dies ist nämlich der große Fehler den viele machen. Wie sieht ein Leben mit wenig Geld in der Realität aus?

Die Wohnungsmiete ist der größte Brocken

Wahrscheinlich geht es dir wie den meisten Menschen und du lebst zur Miete. Der größte Ausgabenblock dürfte also die Miete für die Wohnung sein. Je nach Lage und Stadt sind die Mietausgaben richtig schmerzhaft hoch. Bei unserem kleinen Einkommen wird sich sicherlich keine Luxusvilla ausgehen, vielmehr werden wir an Ausstattung und Wohnungsgröße Abstriche verkraften müssen.

Nach etwas Suche und einigen Kompromissen sollte sich jedoch eine Bleibe zu 500 Euro finden lassen. Vielleicht musst Du einen weiteren Weg zur Arbeit in Kauf nehmen oder in ein Dorf ziehen. Randlagen oder wenig angesagte Stadtviertel sind einfach billiger.

Vielleicht hilft es dir in eine Wohngemeinschaft zu ziehen. Oder mit deinem Lebenspartner zusammen zu wohnen. Dann hast Du den Vorteil, dass ihr euch die Kosten teilen könnt.

Für das Leben mit wenig Geld planen wir 500 Euro für Miete ein.

Du verdienst gut, aber der Monat ist wieder mal zu lang? Dann wird es Zeit für dich dein Budget besser zu planen. Mein Tipp: Halte dich einfach an die 50-30-20 Regel. Jetzt mit Gratis-Worksheet!

Gut Essen mit wenig Geld

Klar, ohne Essen geht es nicht. Natürlich musst Du beim Essen etwas genauer hinschauen, denn unüberlegte Einkäufe sind nicht möglich. Mit Rabattmarken und Sonderangeboten sowie dem nutzen von Großpackungen kannst Du es schaffen mit 200 Euro auszukommen.

Ein Spartipp ist, auf Wasserkäufe zu verzichten. Schließlich wird das Leitungswasser ständig überwacht und ist somit gesund. Vor allem aber sparst du, denn das Leitungswasser ist das billigere Wasser.

Gerade im Sommer könnte es sich auch lohnen zum Beispiel als Erntehelfer auf einem Erdbeerfeld zu arbeiten. Du bekommst die leckeren Erdbeeren gratis und noch dazu ein Taschengeld.

Für das Leben mit wenig Geld planen wir 200 Euro für Essen ein.

Spare an den Transportkosten

Leben mit wenig Geld ist und wird für immer mehr Menschen Realität. Die einen machen es freiwillig, weil sie sparen und Geld anlegen wollen. Für viele andere hingegen ist es bereits jetzt die gelebte Realität, weil einfach der Job nicht mehr hergibt. Die Frage aber ist, kann man ein Leben mit wenig Geld führen? #GeldsparenEin Auto ist ein Luxusgut. Brauchst Du es wirklich? Wer sparen muss oder sparsam sein will kann die meisten Wege mit dem Rad oder öffentlichem Verkehr erledigen. Zur Not kann man heute bequem für den Fall der Fälle ein Auto leihen. Du kannst in diesem Punkt durchaus eine Menge Geld sparen, wenn du es willst.

Egal ob du in der Stadt wohnst oder auf dem Land, eine Busverbindung gibt es in der Regel. Würdest du auf ein Auto zurückgreifen, dann machst du deine Sparbemühungen bei der Miete zu Nichte. Rechne daher deine Mietkosten einmal mit deinen Transportkosten zusammen und schaue wo du in Summe besser abschneidest. was nützt eine preiswerte Wohnung, wenn Du das Geld beim Transport ausgibst?

Wie hoch deine Transportkosten wirklich sind, kann ich natürlich nicht vorhersagen. Aber als Regel können wir festhalten, dass ein Monatsticket in einer mittelgroßen Stadt so um die 50 bis 60 Euro kostet. Als Jahreskarte wird es etwas billiger. Kalkulieren wir noch das Ausleihen eines Autos mit ein, dann sollten wir mit 100 Euro im Monat zurechtkommen.

Für das Leben mit wenig Geld planen wir 100 Euro an Transportkosten ein.

Bilde dich weiter

Wenn Du ernsthaft aus dem Kreislauf eines niedrigen Einkommens herauskommen willst, dann bilde dich weiter. Klar ist das nicht immer einfach. Gerade ältere Menschen haben nicht mehr die Muße die Schulbank zu drücken. Machst Du es trotzdem, dann eröffnen sich dir weitere Berufschancen, Beförderungen und damit einhergehend ein höheres Gehalt.

Davon einmal abgesehen stärkst Du durch das Lernen dein Selbstwertgefühl. Allein das ist die Weiterbildung schon Wert. Gelingt dir schließlich der berufliche Aufstieg, dann kannst Du noch mehr sparen und Rücklagen bilden. Da Weiterbildung bereits gut mit dem Internet möglich ist und Weiterbildungskurse oft gefördert werden nehmen wir hierfür einen Betrag von 30 Euro an.

Für das Leben mit wenig Geld planen wir 30 Euro für Weiterbildungen ein.

Treibe Sport

Es gibt wirklich sehr viele Sportarten die Du machen kannst. Klar sind auch jene dabei die richtig ins Geld gehen können. Aber mindestens genauso viele Sportarten gibt es, die wenig oder gar kein Geld kosten. Grundsätzlich solltest Du versuchen gerade bei knapper Kasse so eine Sportart zu wählen die wenig kostet. Dazu zählen Ausdauersportarten wie Laufen oder entspannende Sachen wie Joga.

Aber davon einmal abgesehen, ist Sport gerade für deine Gesundheit förderlich. Es stärkt dein Immunsystem, macht deinen Kopf für die Arbeit wieder frei. Du bist geistig und körperlich fitter. Außerdem benötigst Du eine viel kürzere Regenerationszeit als jemand der keinen Sport macht. Egal wie preiswert deine Sportart ist, ein paar Euro musst Du dennoch aufwenden.

Für das Leben mit wenig Geld planen wir 20 Euro für Sport ein.

Internet und Handy

Gerade unsere Kommunikationswege haben sich in den letzten Jahren sehr stark geändert. Ein Leben ohne Handy und Internet ist kaum noch wegzudenken. Wer sein Leben mit wenig Geld planen muss, der kann und sollte sich nicht jedes 2. Jahr ein neues Handy kaufen. Klar die neusten Funktionen hast Du dann nicht. Aber mal ehrlich, brauchst Du diese wirklich?

Mein Handy muss 7 Jahre durchhalten. Ich spare mir die Ausgaben für die neusten Modelle, das Vorjahresmodell tut es auch noch und hat keine Kinderkrankheiten mehr, da die Technik erprobt ist.

Gleiches gilt auch beim Empfang. Der neuste Mobilfunkstandard ist G5. Allerdings wird es noch Jahre dauern bis dieser voll einsatzfähig ist. Wozu also für einen G5-Tarif bezahlen, wenn Du ihn nicht nutzen kannst? Greife hier einfach auf eine solide Mittelklasse-Verbindung zurück. In den meisten Fällen reicht diese aus. Du verzichtest zwar auf neusten Schnick-Schnack aber einem Normalnutzer wird dies kaum auffallen.

In Österreich sind gerade die Internetkosten deutlich günstiger als in Deutschland. Bleiben wir aber mal bei deutschen Preisen, dann dürften ca. 60 Euro pro Monat ausreichend sein. Vielleicht schaffst Du es auch billiger.

Für das Leben mit wenig Geld planen wir 60 Euro für Internet und Handy ein.

Film und Musik

Unter uns gesagt ist die GIS oder GEZ-Gebühr keine Gebühr sondern eine Zwangsabgabe. Vor allem in der heutigen Zeit völlig unangebracht. Google mal danach, für was diese Gebühren einst erhoben wurden. Das hat mit der heutigen Zeit nichts mehr zu tun. Ursprünglich ging es um Basisinformationen. Dafür reichen schon ein Sender und ein Musikkanal.

Willst Du Filme und Musik deiner Wahl schauen, kommen noch Kosten für Netflex, Spotify oder ähnlichem hinzu. Diese Kosten blende ich hier aus. Aber die Zwangsabgaben schlagen dennoch mit gut 25 Euro im Monat zu buche.

Für das Leben mit wenig Geld planen wir 25 Euro für Rundfunkgebühren ein.

Restgeld bzw. Puffer

Rechnen wir an dieser Stelle alle Ausgaben zusammen, dann kommen wir auf 935 Euro. Bis zu den 1.000 Euro bleibt ein Rest von 65 Euro übrig. Da wir die obigen Ausgaben zwar planen können, aber im Leben alles anders passiert, als wir es geplant haben, tut uns ein kleiner Geldpuffer gut.

Eingangs erwähnte ich ja, dass der Mindestlohn bei 1.100 Euro liegt. Da wir aber nur mit 1.000 geplant haben, besteht noch ein weiterer Puffer von 100 Euro. In Summe haben wir also eine Reserve von 165 Euro.

Wir können diesen Geldpuffer für Eventualitäten nutzen oder auf den nächsten Monat gut schreiben. Hast Du ohnehin einen Sparpuffer von 3 Monatsgehältern aufbauen können, dann empfehle ich dir das Restgeld anzulegen. Und zwar in Dividendenaktien. Denn diese sorgen in Zukunft für zusätzliche Liquidität, so dass sich insgesamt dein Einkommen erhöhen kann.

Schlusswort Leben mit wenig Geld – sind 1.000 Euro genug?

Leben mit wenig Geld ist gar nicht so leicht. Die einen machen es freiwillig, weil sie sparen und Geld anlegen wollen. Für viele andere hingegen ist es bereits jetzt die gelebte Realität, weil einfach der Job nicht mehr hergibt. Kommst Du mit 1000 € und einem Budgetplan aus? #wenigGeldIch denke mit etwas Willen ist auch ein Leben mit 1.000 Euro machbar. Vor allem kann man Sparsamkeit lernen. Wer zudem ein Ziel vor den Augen hat, wird sich entsprechend richtig motivieren können. Klar, ein Vollzeitjob mit gerade einmal 1.100 Euro ist nicht einfach. Versuche dennoch etwas Geld zur Seite zu legen und vor allem auch zu investieren. Schließlich willst Du eines Tages mehr Geld verdienen und haben.

Das viel größere Problem ist, denke ich, dass viele Menschen keinen Überblick über ihre Finanzen haben. Leider ist auch die finanzielle Bildung selbst bei Akademikern schlecht. Denn diese wird nirgendwo in der Schule, Ausbildung, Studium vermittelt. Daher meine Bitte: Nimm dir etwas Zeit und investiere in deine finanzielle Bildung.

Je länger Du deine Ausgaben gering halten kannst – auch wenn Du mehr verdienst, desto mehr und schneller kannst Du sparen und investieren. Sei es für deine Altersvorsorge, deine Familienabsicherung oder finanzielle Freiheit.

In diesem Sinne: „Keep it simple – Halte es einfach!“, so bist du erfolgreich!

Unterschrift

Dein Thomas von DIVDepot

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4 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hallo,
    mir fehlt der Urlaub in der Auflistung !
    Einfach als Motivation und kleines Ziel im Jahr.
    So 50 – 75 € sollte man pro Monat dafür zurücklegen.

    Grüße Andi

  2. Hallo Andi,

    in der Auflistung fehlen meiner Meinung nach noch Kosten für Kleidung und Reparatur oder Ersatz teurer Dinge (Waschmaschine, Herd, Kaffeemaschine). Auch bei sparsamer Lebensweise und guter Pflege gehen Dinge kaputt.
    Auch banale Krankheiten, die einen Gang zur Apotheke erfordern, kosten Geld.

    1. Hallo c,

      Reparaturen würde ich mit im Punkt Puffer einordnen. Kleidung hätte ich beim täglichen Bedarf (Punkt Lebensmittel) gesehen. Aber da hast Du recht, dies sollte man vielleicht noch getrennt als eigenen Punkt mit aufnehmen.

      Danke für dein Feedback!
      Thomas

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