Zeit haben ist viel wertvoller als Geld zu besitzen

Als Sklaven unserer Zeit setzen immer mehr Menschen dem Trugschluss auf, dass Zeit in Geld gemessen werden muss. Ein großer Irrtum, der nicht nur Kinder in den Burnout treibt. Denn ist Zeit haben nicht viel wertvoller als Geld zu besitzen?

201801 Zeit haben ist wertvoller als Geld

Zeit ist Geld oder wie wir uns kaputt machen

Jim Rohn sagte einmal:

„Zeit ist wertvoller als Geld. Du kannst mehr Geld besitzen, aber du kannst nie mehr Zeit haben.“

Ja die liebe Zeit, in unserer Gesellschaft scheint Zeit etwas schier Unmögliches zu sein. Niemand hat Zeit aber jeder braucht Zeit. Je voller der Terminkalender, je enger die Termine gesetzt sind, je mehr wir hetzen, desto wichtiger sind wir.

Zeit wird immer mehr mit Geld in Verbindung gebracht. Wer mehr verdient, der ist wichtiger, leistungsfähiger ein Leader eben. Und wer seine Zeit nicht mit Geldverdienen verbringt, der ist unbedeutend. „Zeit ist Geld“ ist ein oft gehörter Ausspruch.

Bereits im Kindesalter bekommst du eingetrichtert Geld zu verdienen und deine Zeit dafür zu verwenden. Diese Ökonomisierung der Zeit ist fester Bestandteil in unseren Denk- und Verhaltensmustern. So sorgen Eltern bereits dafür, dass Schüler bezahlte Ferienjobs annehmen. Junge Leute sollen sofort nach der Schule eine bezahlte Beschäftigung finden. Und Studenten suchen verzweifelt in den Semesterferien einen Job um Geld zu verdienen.

Die Botschaft, die die ältere Generation an ihre Kinder weitergibt ist ganz klar: Die Zeit ist nur dann wertvoll genutzt, wenn sie monetarisiert also wirtschaftlich mit Geld verdienen genutzt wird. Die Zeit wird in Geld gemessen. Damit steigt der Leistungsdruck gerade bei den Kleinsten ins unermessliche an. Sehr gut kannst du das an den ständig steigenden Burnout-Raten in allen Gesellschaftsschichten erkennen.

Freiräume für kreativen Gedanken

Kreative Freiräume werden beschnitten. Pausen auf ein Minimum reduziert. Erholungsphasen zur Regeneration der Gesundheit werden wohlwollend ignoriert.

Dabei sind gerade diese Phasen essentiell für uns Menschen. Geben sie uns doch die Freiräume für unsere kreativen Gedanken. Besonders für junge Menschen ist der Luxus, zu erkennen, dass die freie Zeitgestaltung für die eigenen persönliche und berufliche Entwicklung von immens wichtiger Bedeutung ist.

Es hilft jedem Menschen, mit der Zeit anders umzugehen und Denk- und Verhaltensmuster zu entwickeln, die einem klar machen, dass eine Zeitgestaltung auf jeden Fall produktiv ist, unabhängig davon, ob dafür im Moment Geld verdient wird oder nicht.

Ein Mensch muss lernen, dass nicht alles in Geld gemessen werden kann. Kreativität schon gar nicht. Schau dich einmal um. Gerade erfolgreiche Menschen sind deshalb erfolgreich, weil sie Zeit nicht gegen Geld tauschen, sondern an ihren Ideen arbeiten. So schaffen sie bedeutendes in der Kultur, im Sport oder eben in der Wirtschaft.

Letztlich wird die Geduld und Ausdauer belohnt. Das bewusste sich Zeit nehmen und Fehler machen zu dürfen spielt dabei eine große Rolle. So können ungeahnte Potentiale gehoben werden. Elon Musk* zum Beispiel hat mit Tesla die Autoindustrie in die Elektromobilität getrieben. Von allein wäre es nie dazu gekommen. Wirklich Geld verdient er mit Tesla noch lange nicht.

Gib deinen Kindern Zeit

Wenn du deinen Kindern etwas Gutes tun willst, dann bring ihnen bei mit Zeit umzugehen. Es ist gut zu lernen, dass Zeit etwas ist, was selbst gestaltet werden kann. Was nicht bis auf das letzte verplant werden muss. Gerade in Städten hat man den Eindruck, dass schon Kinder einen überfüllten Terminkalender haben. Die Eltern sind hier oft der Meinung, dass Kinder bereits von früh an lernen müssen produktiv zu sein.

„Zeit ist Geld. Geld haben wir nicht, Zeit auch nicht.“

Das scheint das Motto zu sein. Der kindliche Tagesablauf ist ohne Ende durchgeplant. Er beginnt in der Früh mit der Schule. Es folgen außerschulische Aktivitäten und Kurse. Am Abend noch schnell die Hausaufgaben. Völlig ausgelaugt fallen die Kleinen ins Bett.

So wird die Konditionierung bzw. Prägung für die Kinder klar vorgegeben: Zeit ist Geld. Nur wer seine Zeit produktiv einsetzt der ist ein guter Mensch und von Bedeutung in unserer Gesellschaft.

Das sah übrigens auch Benjamin Franklin so. Insbesondere in unserem westlichen Gesellschaftsleben hat die Kapitalisierung unserer Lebensanschauung an Bedeutung zugenommen.

Aber ist das nicht ein trauriger Trugschluss? Wie verarmt muss eine Gesellschaft sein, für die Geld über alles steht? Wenn wir Zeit nur in Geld bemessen, verkaufen wir uns dann nicht selbst? Ich denke das es nichts anderes ist als mein Ausspruch: „Wir sind moderne Sklaven unserer Zeit“.

Persönlichkeitsentwicklung braucht Zeit. Sie kann nicht in Geld gemessen werden. Kreativität, Kunst, Musse oder Sport. All jenes hat einen unglaublichen Wert für einen selbst aber auch für die Gesellschaft. Nur mit Geld lässt sich das nicht messen.

Deshalb hat Jim Rohn recht, als er sagte: „Zeit ist wertvoller als Geld. Du kannst mehr Geld besitzen, aber du kannst nie mehr Zeit haben.“

Übrigens

Der Artikel „Zeit haben ist viel wertvoller als Geld zu besitzen“ ist mein Beitrag zur Blogparade „Zeit ist Geld“ von Tobias aka Der Finanzfisch. Unter dem genannten Link findest du weitere lesenswerte Artikel zum Thema Zeit ist Geld. Wie Finanzblogger darüber denken oder was sie damit verbinden.

In diesem Sinne „Keep it simple – Halte es einfach“. So bist du erfolgreich!

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4 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hallo Thomas!

    Ich habe auch bei der Blogparade mitgemacht und komme zu dem gleichen Schluss: Zeit ist wertvoller als Geld. Das liegt zum Einen daran, dass Zeit begrenzt ist und Geld prinzipiell nicht. „Ökonomisieren der Zeit“ ist ein wirklich ein gutes Stichwort. „Gerade erfolgreiche Menschen sind deshalb erfolgreich, weil sie Zeit nicht gegen Geld tauschen, sondern an ihren Ideen arbeiten.“ Genau! Irgendwie haben gerade die Menschen sehr viel Geld, die hohen Mehrwert schaffen und zunächst an etwas arbeiten, ohne dass ein Cent verdient wird (das können Wochen, Monate oder Jahre sein). Schöner Artikel 🙂

    Viele Grüße und frohes Neues,
    Anna

  2. Hallo Anna,

    es freut mich, dass dir der Artikel gefallen hat. Ja es ist wirklich erstaunlich zu welchen Fehlschlüssen die Ökonomisierung der Zeit führen kann. Ein gutes Beispiel ist ja auch dieser Blog. Geld verdiene ich damit nicht, aber es gibt viel Wissen (Mehrwert) für meine Leser. Dabei kann ich selbst entscheiden, wie ich die Texte oder das Aussehen des Blog´s gestalte. Bin also im gewissen Rahmen kreativ ohne diese Zeit mit Geld in Verbindung zu bringen.

    Grüße Thomas

  3. Hallo Thomas,
    vielen Dank für Deinen Beitrag zu meiner Blogparade.
    Mir hat Dein Artikel sehr gut gefallen! Der Umstand, das Geld einen so hohen Stellenwert in unsere Gesellschaft hat, ist vermutlich das größte Problem und der Grund dafür, warum viele Menschen immer unzufrieden sind.

    Beste Grüße
    Tobias

    1. Hallo Tobias,

      ja die Wertevorstellung der Gesellschaft bzw. des einzelnen darf gerne hinterfragt werden. Man sieht es ja jetzt bereits – die Jugend hat eine andere, veränderte Vorstellung. So ist das Statussymbol „Auto und Luxus“ zeigen immer weniger gefragt. Ein Auto ist für mich eben ein Gebrauchsgegenstand. Mehr nicht.

      Grüße Thomas

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